16.01.12

Kässbohrer Geländefahrzeug AG erklimmt neue Höhen: 200 Mio. Euro Umsatz überschritten, Ergebnis gesteigert.

Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG hat ihr Geschäftsjahr 2010/2011 [1.10.2010 – 30.09.2011] zum dritten Mal in Folge mit einem Rekordumsatz von 201,1 Mio. Euro abgeschlossen. Das Unternehmen hat auch erstmals die Schwelle von 200 Mio. Euro Umsatz überschritten. Das Konzernergebnis nach Steuern konnte gegenüber Vorjahr von 7,3 Mio. Euro auf 10,3 Mio Euro gesteigert werden. Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG ist seit Jahrzehnten unangefochten die Nummer 1 im Weltmarkt.

Die Entwicklungen in den einzelnen Unternehmensbereichen waren unterschiedlich.  Während Umsätze von über 20 Mio. Euro im Gebrauchtfahrzeugsegment die Ergebnisse des Vorjahres um 5 Mio. Euro überstiegen und auch der Ersatzteil- und Serviceumsatz nochmals deutlich auf 49,3 Mio. Euro zulegen konnte, waren die Umsätze mit Neufahrzeugen bei BeachTech (4,2 Mio. Euro) und PistenBully (127,4 Mio. Euro) leicht rückläufig.   

Die Umsätze mit Strandreinigungsgeräten sind im vergangenen Geschäftsjahr erwartungsgemäß um rund 1 Mio. Euro geringer ausgefallen. Im Vorjahr gab es einen außer-ordentlichen Effekt aus dem Verkauf von Fahrzeugen, die zur Reinigung der ölverschmutzten Gebiete im Golf von Mexiko eingesetzt waren. Die Hauptabsatzmärkte für Strandreinigungsgeräte bewegen sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau, da Kommunen und Gemeinden mit Haushaltsdefiziten zu kämpfen haben. 

Das Ersatzteil- und Servicegeschäft hat erneut mit gut 3 % im Konzern ein solides Umsatzplus zu verzeichnen. Dabei wurden in fast allen Absatzländern die guten Zahlen des Vorjahres erreicht oder wie in USA und im Direktexport aus Laupheim sogar übertroffen.   

Der Absatzmarkt Gebrauchtfahrzeuge war in den letzten Jahren zunehmend schwieriger geworden. Umso erfreulicher ist es, dass im vergangenen Geschäftsjahr so viele Gebrauchtfahrzeuge wie noch nie abgesetzt werden konnten.  

Die Ergebnis- und Ertragssituation hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich verbessert.  

Die Rohertragsquote bezogen auf die Gesamtleistung im Konzern konnte leicht auf  39,4 % verbessert werden. Das Unternehmen ist weiterhin einem extrem hohen Wettbewerbsdruck ausgesetzt, der sich sowohl im Markt für Pistenfahrzeuge als auch im Strandreinigungssegment unverändert darstellt.   

Der Personalaufwand stieg im Konzern gegenüber dem Vorjahr um 4,8 % auf 35,3 Mio. Euro (Vorjahr 33,7 Mio. Euro). Hier wurden auch Kapazitätsinvestitionen in das weltweite Servicenetz vorgenommen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 477 Mitarbeiter, davon rund 300 in Laupheim.  Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 26,4 Mio. Euro (Vorjahr 26,7 Mio. Euro) konnte trotz eines höheren Umsatzes durch Kostensenkungsmaßnahmen ein leichter Rückgang erzielt werden.   

Auf Basis des höheren Umsatzes konnte das EBIT von 12,6 Mio. Euro auf 16,5 Mio. Euro und damit die EBIT-Marge von 6,4 auf 8,2 % gesteigert werden.   

Das Konzernergebnis nach Steuern konnte dadurch ebenfalls auf 10,3 Mio. Euro (Vj. 7,3 Mio. Euro) verbessert werden. Diese deutliche Verbesserung in der Ertragslage des Konzerns führt zu einer höheren Gewinnabführung von 5,6 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro) entsprechend dem Ergebnis- und Beherrschungsvertrag mit der Muttergesellschaft, der  LuMe Vermögensverwaltung GmbH. Die Netto-Garantiedividende je Aktie für ausstehende Aktionäre beträgt wie im Vorjahr 1,99.   

Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG ist mit ihren Produkten Markt- und Technologieführer. Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden im Konzern für die Entwicklungstätigkeit  7,8 Mio. Euro aufgewendet. Dies entspricht 3,9 % gemessen am Gesamtumsatz und ist nochmals eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr (6,4 Mio. Euro). In den vergangenen Jahren wird bei Neuentwicklungen auch zunehmend auf die nachhaltige und umweltschonende Entwicklung der Produkte geachtet. Z.B. ein PistenBully mit seriellem Hybridantrieb und geringerem CO2-Ausstoß. Der PistenBully 600 TwinPower, der mit einem Diesel/Gas Motor ausgestattet ist und mit CO2 neutralem Biogas betrieben werden kann sowie der PistenBully GreenTech. Zum umweltschonenden Präparieren von Skipisten trägt auch das GPS-unterstützte System SNOWSat bei.  

Das laufende Geschäftsjahr 2011/2012 (Oktober bis Dezember) ist bisher aufgrund der mäßigen Wintersportbedingungen in den Alpen und in Nordamerika schleppend angelaufen. Einige ausstehende Aufträge wurden durch den Schneemangel nicht ausgeführt.  Hinzu kommt, dass bei diesen Bedingungen Pistenfahrzeuge deutlich weniger im Einsatz sind. Damit fehlen Umsätze aus dem wichtigen Ersatzteil- und Servicegeschäft. Der Saisonbeginn in den Skigebieten wurde vielfach verschoben, da bei den warmen Temperaturen auch die maschinelle Beschneiung nur beschränkt als Pistengrundlage eingesetzt werden konnte. Der Auftragseingang per Ende Dezember 2011 liegt weltweit etwas unter den Vorjahren. Eine finale Einschätzung ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht möglich, da die Wintersaison 2011/2012 noch bis Ostern andauert. Von den Schneefällen in den vergangenen Tagen in den Alpenländern werden die Skigebiete jedoch profitieren.